Als wir uns Anfang der 60er Jahre  für Irish Setter zu interessieren begannen, war diese Rasse nur unter den Jagdhunden zu finden als anerkannte Leistungshunde und für diese interessierten wir uns damals und heute.

Auf den britischen Inseln wurden die English-, Schottish- (Gordon) und Irish Setter von passionierten Land-Edelleuten gezüchtet, die sich zwar als Rasse in der Farbe unterschieden, jedoch in ihrem Arbeitsstil nicht wesentlich.  Sie wurden gezüchtet, um in den weiten Feldflächen mit hohem Finderwillen durch extrem schnelle und weiträumige Suche  nur nach Rebhühnern zu suchen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Suche muss in gleichmässigen Schleifen erfolgen, die einige 100 m breit angelegt sein soll, aber in der Tiefe nicht über 50  m reichen soll. Da die Hunde sehr schnell jagen, gehört zum jagdlichen Erfolg aber eine sehr gute  Nasenleistung, die mit der Schnelligkeit im Einklang stehen muß. Weiterhin musste im Anfang der Züchtung den Hunden das Vorstehen vor Wild anerzogen werden, bis es ins Erbgut  überging. Das gleiche ist zum Sekundieren bei der Paarsuche zu sagen, wo der Hund ohne Wildwitterung sofort spontan regungslos verharren muß, sobald sein Partner mit Wildwitterung in Vorstehpose geht.  Das Sekundieren hat heute noch seinen  Vorteil wenn mit mehreren Hunden gejagt wird und unter den Hunden ein gewisser Respekt herrscht.  Außerdem müssen die so schnell und passioniert jagenden Hunde in der Hand ihres Führers sein, sie dürfen sich nicht „abseilen“.  Nur Irish Setter, die diese vorgenannten Eigenschaften besitzen und sie auf den internationalen Prüfungen für englische Vorstehhunde unter Beweis stellen, kann man als Leistungshunde bezeichnen.

Diese internationalen Prüfungen sind von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) festgelegt und kein Zuchtverein hat das Recht, die Forderungen dieser internationalen Prüfungenherabzusetzen, wenn kein leistungsfähiges Hundematerial  zur Verfügung steht. Wer mit guterzogenen Leistungssettern jagt, weiß, daß diese Rasse alle Aufgaben vor und nach dem Schuß einwandfrei bewältigen kann, man muß sie nur anleiten, aber andere Rassen benötigen auch Anleitung.

unsere Indira vor Hühnern: